WIE ES FUNKTIONIERT
Mehrere Schlüssel für maximale Sicherheit
Jedes Wallet besteht aus drei separaten Schlüsseln, die dir in einer 2-aus-3-Kombination maximale Sicherheit garantieren: dein Anteil, Soveris' Anteil und dein Backup. Je zwei davon können eine Transaktion erzeugen – Soveris allein niemals.
Wie das im Alltag, im Ernstfall und beim Abschied aussieht, zeigt der nächste Abschnitt, Schritt für Schritt.
KURZ GESAGT
Drei unabhängige Schlüssel
Dein Vermögen ruht hinter einem kryptographischen Verfahren mit drei voneinander unabhängigen Schlüssel-Anteilen. Eine Transaktion wird erst gültig, wenn zwei dieser drei Anteile zusammenwirken. Du hältst zwei davon, Soveris hält genau einen – und mit einem Anteil allein lässt sich nichts signieren. Dass Soveris dein Vermögen nicht allein bewegen kann, ist deshalb kein guter Vorsatz, sondern in der Architektur angelegt. Bevor wir dir das im Detail zeigen, ist das alles, was zählt: einer reicht nie.
2 VON 3 ZUM SIGNIEREN
WER HÄLT WAS
Schlüsselverteilung
Aber wer kontrolliert dabei welchen Schlüssel?
- PRIMARY (Du) — Liegt in deinem Smartphone, geschützt durch FaceID oder Fingerabdruck. Dieser Anteil verlässt dein Gerät nie. Du gibst ihn mit einer Berührung frei – sonst niemand.
- SECONDARY (Soveris) — Liegt in einem gesicherten Hardware-Modul von Soveris. Wir steuern diesen Anteil erst bei, wenn du eine Transaktion anstößt – auf deine Anweisung hin, nie aus eigenem Antrieb. Mit diesem Schlüssel allein können wir nichts tun.
- BACKUP (Du) — Du verschlüsselst das Backup mit deiner eigenen Passphrase und nur der verschlüsselte Teil wird bei uns gespeichert. Das Backup können nur du oder Personen öffnen, denen du deine Passphrase anvertraust. Falls du ohne Soveris weitermachen möchtest, dann reicht dir dein PRIMARY und dein BACKUP aus, um jederzeit ohne uns eine Transaktion zu initiieren.
Jede beliebige Kombination zweier Anteile genügt für eine gültige Signatur.
Soveris hat keinen Zugriff auf deine Assets.
IM ALLTAG
Wie eine Online-Zahlung
Im Alltag fühlt es sich an wie eine TAN-Freigabe in deiner Banking-App.
- Betrag eingebenDu öffnest die App und gibst ein, was du wohin senden möchtest.
- FaceID oder FingerabdruckDein Smartphone fragt nach deiner Biometrie – wie beim Entsperren einer Zahlung.
- SicherheitsvalidierungenWir empfangen deine Transaktion und prüfen gegen deine zusätzlichen Sicherheitseinstellungen, wie dein Empfänger-Adressbuch, sowie Transaktions- oder Tages-Limits.
- PRIMARY und SECONDARY signieren gemeinsamDein Anteil im Gerät und Soveris' Anteil erstellen die Transaktion.
- Die Transaktion geht an die BlockchainDie fertige Transaktion wird gesendet, die Bestätigung kommt in Sekunden.
Im Normalfall signieren PRIMARY und SECONDARY gemeinsam. Du löst aus, dein Fingerabdruck bestätigt, Soveris steuert seinen Anteil bei – fertig. Kein Passwort tippen. Kein zweites Gerät. Keine Seed-Phrase. Dein Fingerabdruck genügt.
PRIMARY + SECONDARY · DER ALLTAGSWEG
WIEDERHERSTELLUNG
Smartphone verloren oder defekt – in unter einer Minute zurück
Die Angst, mit dem Smartphone alles zu verlieren, gilt hier nicht. Ein neues Gerät, eine Anmeldung, ein Blick in die Kamera – und du bist wieder drin.
- App installierenDie Soveris-App auf dem neuen Gerät laden.
- Mit Account-Passwort anmeldenGern direkt aus deinem Passwort-Manager – Apple Schlüsselbund, 1Password, Bitwarden, ganz gleich welcher.
- FaceID einrichtenBiometrie auf dem neuen Gerät hinterlegen, wie bei jeder anderen App.
- FertigVoller Zugriff. Deine Adressen unverändert, dein BACKUP-Anteil unangetastet.
Alle paar Jahre kommt ein neues Smartphone, es wird dir gestohlen oder ist defekt - es ändert nichts an deinem Vermögen: Es lag immer schon auf der Blockchain, deine Adressen bleiben dieselben, und dein BACKUP-Anteil wird dabei nicht einmal berührt. Dein neues Gerät lernt nur wieder, deinen PRIMARY-Anteil zu aktivieren.
Brauchst du den tieferen Weg über dein BACKUP – etwa, weil du auch das Passwort vergessen hast –, greift eine Sperrfrist, die du selbst bestimmst: voreingestellt auf 30 Tage, verkürzbar bis auf ein Minimum von zwei Tagen (48 Stunden), wenn du es schneller brauchst - aber eben nur im Normalbetrieb. Das schützt dich und deine Assets vor unbefugtem Recovery. Die Wartezeit ist also kein Hindernis, sondern dein Schutz.
AUSWEG
Du kannst jederzeit gehen – und nimmst alles mit.
Du bist trotzdem unabhängig von Soveris: PRIMARY und BACKUP gehören dir – zusammen reichen diese Elemente um Transaktionen zu erstellen, ganz ohne uns.
Sollte Soveris eines Tages verschwinden oder du einfach woanders hinwollen, hältst du bereits alles in der Hand: PRIMARY auf deinem Gerät und BACKUP über deine Passphrase. Diese zwei Anteile rekonstruieren deine Wallet und übertragen dein Vermögen auf eine beliebige andere Wallet.
PRIMARY + BACKUP · OHNE SOVERIS
ERBE & VORSORGE
Was, wenn dir etwas passiert?
Bei Self-Custody stirbt der Zugang zum digitalen Vermögen leider oft mit dem Halter, bei Börsen folgt ein zähes, undurchsichtiges Verfahren. Soveris ist genau für diesen Fall gebaut: Du benennst deine Erben oder Bevollmächtigten im Voraus und übermittelst ihnen die Passphrase - aber nie dein Account-Passwort. Deine Erben/Bevollmächtigten erhalten auf Basis von Nachweisen Zugang zum Backup und können die Kontrolle übernehmen.
Wichtige Antworten auf Fragen, die sich kaum jemand zu stellen traut:
Deine Erben legen einen Erbschein und die Sterbeurkunde vor. Soveris prüft die Identität gegen die vorab hinterlegten Erbendaten. Nach einer Wartezeit von 14 Tagen händigen wir das verschlüsselte Backup aus. Der Erbe erhält einen eigenen Account, also einen eigenen Primary - Technisch geschieht das über ein Share Update: keine Transaktion auf der Blockchain, keine Netzwerkgebühr, kein steuerlicher Veräußerungsvorgang. Die Wallet bleibt dieselbe, nur der Inhaber ist neu.
Koma, Schlaganfall, Demenz: Dein Vermögen friert nicht für Jahre ein. Ein Notfall-Schalter (ein von dir gesetzter Timer, 90 bis 365 Tage) sorgt dafür, dass Vertraute handeln können, wenn du es nicht mehr kannst – im genau abgesteckten Rahmen, den du vorher festlegst. Der Timer wird bei jedem Login von dir zurückgesetzt und beginnt von vorne.
Deine Passphrase ist etwas, das du sehr gut schützen solltest - wie auch bei einem Hardware-Wallet. Allerdings haben wir den zusätzlichen Schutz eingebaut, dass wir das verschlüsselte Backup speichern und nur autorisiert herausgeben. Im Fall der Fälle können deine Vertrauten das Backup mit deiner Passphrase entschlüsseln – aber erst, wenn sie legitimiert sind, erhalten sie es auch.
Technische Details
Für alle, die es genau wissen wollen
Alles bleibt nachvollziehbar und überprüfbar. Die vollständige Architektur – vom kryptographischen Aufbau über das Bedrohungsmodell bis zur regulatorischen Begründung – legen wir offen in unserem Whitepaper dar.
Im Kern arbeitet ein 2-von-3 MPC – eine verteilte Berechnung über mehrere Parteien (Multi-Party Computation). Es gibt keine „geteilte Datei", die jemand wieder zusammensetzen könnte. Die beteiligten Anteile rechnen gemeinsam an einer Signatur, ohne dass irgendwo ein vollständiger Schlüssel entsteht – nicht einmal für einen Augenblick. PRIMARY liegt in der Secure Enclave deines iPhones oder in der StrongBox unter Android, durch Biometrie entsperrt. SECONDARY liegt bei uns in einem Hardware-Sicherheitsmodul (HSM), mit AES-256-GCM verschlüsselt, ein eigener Schlüssel je Kunde. BACKUP liegt als mit Argon2id verschlüsselter Datensatz, nur mit deiner Passphrase zu öffnen. Verschwindet Soveris, stellt dir ein Notfallplan deinen verschlüsselten BACKUP-Datensatz samt Offline-Werkzeug bereit; mit deiner Passphrase entschlüsselst du ihn lokal und kommst jederzeit ohne Soveris weiter.
Neues Smartphone: App installieren, mit Account-Passwort anmelden, FaceID neu einrichten – dein PRIMARY-Anteil wird aus der verschlüsselten Sicherung wiederhergestellt und im Sicherheitschip des neuen Geräts neu hinterlegt, nicht neu erzeugt; BACKUP bleibt unberührt, Adressen unverändert. Passwort vergessen: Soveris prüft erneut die Sicherheit deines Accounts – statt einer Identitätsprüfung greift eine selbst gesetzte Sperrfrist als Schutz vor Erpressung (voreingestellt rund 30 Tage, verkürzbar bis auf ein Minimum von zwei Tagen / 48 Stunden, jederzeit abbrechbar — wobei eine Verkürzung erst nach Ablauf der aktuell gesetzten Frist greift und sich daher nicht unter Zwang sofort auf das Minimum ziehen lässt); danach entschlüsselst du den BACKUP-Datensatz mit deiner Passphrase auf dem Gerät, und ein Share Update erzeugt einen neuen PRIMARY. Erbfall/Krankheit: Timer-Logik oder Erbschein und Sterbeurkunde, Prüfung gegen die vorab hinterlegten Erbendaten, 14 Tage Wartezeit, dann Share Update auf den Erben – kein Vorgang auf der Blockchain. Soveris insolvent: Du verbindest PRIMARY und BACKUP, transferierst deine Assets auf eine beliebige andere Wallet. Soveris muss nicht mitwirken und ist mathematisch entbehrlich.
DKG (Distributed Key Generation): die erste Erzeugung der drei Anteile bei der Einrichtung – ein neuer gemeinsamer Schlüssel, eine neue Adresse. Geschieht nur ein einziges Mal. Share Refresh: alle drei Parteien erzeugen neue Anteile desselben Schlüssels; die Adresse bleibt, alte Anteile werden ungültig, selbst wenn sie physisch noch existieren. Geschieht alle 90 Tage automatisch und nach jedem sicherheitsrelevanten Ereignis. Share Update: ein Sonderfall, bei dem nur eine Partei ihren Anteil ersetzt – etwa bei der Wiederherstellung des PRIMARY oder im Erbfall. Die anderen behalten ihre Anteile, die Adresse bleibt. Für die Szenarien oben kommen Share Update oder Share Refresh zum Einsatz – Adressen und Werte bleiben unberührt, ganz ohne Vorgang auf der Blockchain.
FIPS · AES-256-GCM · Argon2id
WARTELISTE
Die erste Self-Custody, die dich nicht alleine mit allen Risiken lässt
Trag dich ein und sei dabei, wenn wir die ersten Plätze vergeben.
Fast geschafft. Wir haben dir eine E-Mail geschickt – bestätige sie, und du stehst auf der Liste.